Lehramt Fernstudium

Lehramt an einer Fernuni studieren?

Ein Fernstudium in Deutschland ist die einmalige Möglichkeit, sich umfassend weiter zu bilden. Kaum ein Fachbereich oder eine Berufsgruppe wird nicht abgedeckt, wenn es um das bequeme Lernen fernab eines Campus geht. Speziell das Lehramtsstudium bietet großes Potential, wenn Sie Spaß am Umgang mit jungen Menschen finden und ihnen Unterrichtsinhalte vermitteln wollen.

Diese Motivation ist neben Ihrer allgemeinen Hochschulreife die Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Studium und Spaß im späteren Beruf. Während der Regelstudienzeit von neun Semestern werden Sie in drei Fachgebieten ausgebildet, wovon Ihnen zwei zur freien Wahl stehen, das dritte ist die Erziehungswissenschaft. Hier werden grundlegende pädagogische Methoden erlernt, die Sie im Berufsalltag brauchen.

Mögliche Fächer

Als Studienfächer bieten sich in den Naturwissenschaften Fächer wie Mathematik, Biologie, Chemie oder Physik an, die an den Schulen sehr gefragt sind. Neben den grundlegenden Unterrichtsinhalten werden wichtige, fachwissenschaftliche Hintergründe vermittelt, die Ihnen im späteren Unterricht Sicherheit geben, auch schwierigen Fragen von Schülern gewappnet zu sein. Ein großes Themenfeld ist dabei das Experiment, mit welchem Inhalte verstanden und Denkanstöße geschaffen werden sollen. Sie müssen hierbei lernen, diese Versuche ordnungsgemäß auszuwählen, sicher durchzuführen und im Anschluss gewinnbringend auszuwerten.

Die Gesellschafts- und Geisteswissenschaften bilden mit ihrem Studienangebot ein breites Betätigungsfeld. Als angehender Lehrer haben Sie hier die Wahl aus verschiedenen Bereichen entsprechend ihren Interessen zu studieren. Dabei steht der Mensch mit all seinem Wirken im Mittelpunkt, sei es aus politischer geistiger, religiöser oder kultureller Sicht.

Erlernt werden in einem Studiengang dieser Art die Fähigkeit, sich selbst zu abstrahieren und aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. So kann man sich in Schüler hineinversetzen und ein Problem aus deren Augen sehen, um dann zielführend eine Fragestellung im Unterricht zu bearbeiten und im Endeffekt zu lösen.

Anforderungen an Schüler und Lehrer

In den Erziehungswissenschaften hat in den letzten Jahren ein Wandel stattgefunden. Im Rahmen des kompetenzorientierten Unterrichtes sind nicht nur die Anforderungen an Schüler gewachsen, sondern auch die an Lehrer. Hierbei ist wichtig geworden, nicht nur einzelnes Wissen oder Können abzufragen, sondern die eigenen Fähigkeiten anwenden zu können, um neue Probleme zu lösen.

Auch ist es nicht mehr nur der Schulstoff, der sich aus abstrakten und lebensfernen Inhalten zusammensetzt, sondern einen konstruktiven Bezug zum Umfeld des Lernenden darstellen soll. Besonders die Idee der Vermittlung überfachliche Kompetenzen wird erst dann deutlich, wenn Phänomen aus einer ganz anderen Richtung betrachtet wird. Diese Fähigkeiten werden im Umgang mit eben diesen späteren Arbeitspartnern erst richtig erlernt: ihren Schülern. In diversen Praktika wird das eigene Bild des Lehrers gefestigt und die Rolle, die Sie später inne haben, geformt. Die Kür ist dann das Würzen mit didaktischem Hintergrundwissen.

Nach einem abgeschlossenen Lehramtsstudium folgt ein mehrmonatiges Referendariat, in welchem die Erfahrungen der Praktika gefestigt werden und die Figur des Lehrers unter Rückmeldung eines Fachlehrers vollendet wird. Nun sind sie fertig ausgebildeter Lehrer, der im Fall einer Verbeamtung einen lebenslangen Arbeitsvertrag sein Eigen nennen darf.

Auch die Möglichkeit der Versetzung in eine Stadt Ihrer Wahl ist dann möglich, wodurch sogar die Deutschen Schulen im Ausland für Sie offen stehen. Nicht zuletzt sei das Sabbat-Jahr genannt, welches Sie komplett frei bekommen und trotzdem ein Drittel ihrer Bezüge erhalten. Im Vorhinein müssen jedoch zwei Jahre mit gekürztem Gehalt arbeiten. Im Mittelpunkt Ihres beruflichen Schaffens muss jedoch stets die Zukunft stehen. Die Zukunft unserer Kinder.