Rechnungswesen Weiterbildung

Fortbildung im Finanzbereich

Das Rechnungswesen macht einen Großteil der heutigen Arbeit mit Finanzen aus. Daher werden besonders hier qualifizierte Leute gesucht, die mit den hohen Anforderungen an dieses Arbeitsfeld umgehen können. Eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Fachmann für Rechnungswesen ist daher dann sinnvoll, wenn jemand bisher ohnehin in diesem Metier gearbeitet hat. Für die Zukunft können die Aussichten in diesem Bereich durchaus lukrativ sein.

Inhaltsverzeichnis:

Für wen eignet sich eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Fachmann für Rechnungswesen?

Das pure Interesse an diesem Beruf ist leider nicht mehr ausreichend, wenn man diese Weiterbildung aufnehmen möchte. Hier muss schon eine gewisse Vorbildung bestehen. So wird der Zugang nur dann erlaubt, wenn eine Ausbildung in einem Finanzberuf absolviert wurde und in diesem mindestens 3 Jahre praktische Erfahrung bestehen. Als Alternative werden auch häufig 5 Jahre Berufserfahrung in einem anderen Arbeitsfeld akzeptiert, sofern sich dieses irgendwo im Bereich der Finanzen bewegt hat.

Hinweis:
Für Quereinsteiger wird es schwierig, denn in der Regel könnte auch die Hochschulreife als Zugang dienen, wobei hier aber gerne 8 Jahre Berufserfahrung in einem beliebigen Bereich gesehen werden.

Ablauf und Dauer der Weiterbildung

Wer eine Weiterbildung erhalten hat, der wird durch einen Lehrgang mit drei Teilen geführt. Im ersten Abschnitt werden die Grundlagen behandelt und alle wesentlichen Details zum Thema Rechnungen erörtert. Was sich trivial anhört, hat aber einen tieferen Hintergrund, denn auch die Verfahrensweise bei der Rechnungsstellung sowie eine vollständige Buchhaltung können mit zu den Lerninhalten in diesem Bereich.

Im zweiten Teil werden die Gesetze und Verfahrensrichtlinien erörtert, die unweigerlich zum Rechnungswesen gehören. Hier nimmt die Weiterbildung teilweise das Ausmaß eines Studiums an, den es werden besonders rechtliche Grundaspekte und Verfahrensweisen vermittelt. Hierzu zählen auch steuerliche Gesetzmäßigkeiten die bei der Rechnungsstellung der Buchhaltung und der Datenverarbeitung beachtet werden müssen.

Bei dritten Teil handelt es sich um eine Prüfungsvorbereitung, in welcher noch einmal alle wesentlichen Punkte zusammengefasst werden. In Folge dessen wird dann die Prüfung vor der IHK abgelegt.

Hinweis:
Die Dauer einer Weiterbildung beläuft sich etwa auf 18 Monate, wobei diese auch auf 32 Monate verlängert werden kann, wenn sie in Teilzeit durchgeführt wird.

Wo und wann kann eine entsprechende Weiterbildung angetreten werden?

Die Weiterbildung zum staatlich geprüften Fachmann für Rechnungswesen kann an jeder staatlichen Fachschule absolviert werden, die auch im Bereich der Finanzen Unterrichtsmaterial auf dem Programm hat. Hier starten die Lehrgänge für gewöhnlich zusammen mit den Semestern an den Hochschulen. Wer sich für ein Fernstudium entscheiden kann sofort beginnen, muss sich aber über den Ort und die Zeit der Präsenzstunden informieren.

Wo können Lernmaterialen bezogen werden?

Nur ein kleiner Teil des Lernmaterials kann auch selbst ausgewählt werden. Der Rest wird ausnahmslos durch das jeweilige Institut oder die Fachschule gestellt, denn die Bildungslehrgänge müssen einheitlich und nach staatlichen Normen erfolgen. Allerdings ist überall eine entsprechende Gebühr für das Material zu zahlen.


Hinweis:

Dies gilt auch für Online-Portale, über die vor allem die Fernstudienanbieter ihre Kunden versorgen.

Gibt es eine Regelzeit für diese Weiterbildung?

Ja, die Regelzeit beträgt 18 Monate. Abhängig davon, ob die Weiterbildung in Teilzeit erfolgt, kann sich diese Zeitspanne auch auf bis zu 32 Monate verlängern. Werden zudem noch weitere Fachausbildungen angestrebt, so ändert sich die Regelzeit ohnehin auf eine Mindestdauer von 32 Monaten. Allerdings kann dann keine weitere Verlängerung mehr vorgenommen werden. In der Folge muss unbedingt die Prüfung abgelegt oder aber die Weiterbildung muss abgebrochen werden.

Anerkennung und Vergleich zum Studium

Die Anerkennung einer Ausbildung zum staatlich geprüften Fachmann für Rechnungswesen ist in Deutschland umfassend. Im Ausland müssen in jedem Fall zusätzliche Lehrgänge absolviert werden, denn die rechtlichen Grundlagen unterscheiden sich zum Teil deutlich von denen hierzulande. Im Vergleich zum Studium ist besonders der zweite Abschnitt als äquivalent anzusehen, sodass mit einer solchen Weiterbildung auch ein Grundstein für ein späteres vollwertiges Studium gelegt werden kann.

Kosten und Finanzierung

Die Kosten für eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Fachmann für Rechnungswesen belaufen sich auf rund 3.500 Euro. Auch die Kosten für das Material schlagen noch einmal mit rund 500 Euro zu Buche. Für die Prüfung müssen dann noch einmal 600 bis 700 Euro eingerechnet werden, je nach dem, ob gleich eine Vorbereitung für das Studium erfolgen soll.

Hinweis:
Die Kosten werden in der Regel durch staatliche Stellen wie dem BAföG-Amt oder die Bundesagentur für Arbeit im Rahmen eines Bildungsgutscheins übernommen. Allerdings muss in beiden Fällen im Vorfeld die fachliche Eignung nachgewiesen werden. Auch ein Studienkredit ist möglich, wobei aber bestimmte Altersgrenzen und Zinsmodalitäten zu beachten sind.

Kann die Weiterbildung im Nebenberuf ausgeübt werden?

Ja, die Weiterbildung kann im Nebenberuf absolviert werden. Allerdings sollte man sich über die Verlängerung auf 32 Monate im Klaren sein. Auch müssen die Termine für die anfallenden Präsenzstunden mit dem Arbeitgeber abgesprochen werden, denn diese können ein hohes Maß an Zeit in Anspruch nehmen, sodass eventuell häufigere Freistellungen erforderlich werden.

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