Lernplan erstellen

Beim Lernen sollte man nicht planlos vorgehen. Oft ist die Zeit knapp und der Lernstoff scheinbar riesig. Es ist also geraten, schon vorab durch einen strukturierten Plan dafür zu sorgen, dass keine zeitlichen Engpässe auftreten. Das gute alte Prinzip „Mut zur Lücke“ kann durch einen guten Lernplan umgangen werden. Dabei ist die richtige Planung bereits der erste Schritt zu einem erfolgreichen Abschneiden in Prüfung oder Klausur.

Der ideale Lernplan besteht dabei grob aus zwei Teilen. Zunächst gibt es einen Überblicksplan, in dem die Lernpakete aufgeführt werden. Dafür sollte vorab der Stoff in thematische Cluster unterteilt werden. Schon alleine diese erste Sichtung wird einen positiven Lerneffekt haben. Wer sich darüber im Klaren ist, aus welchen Teilen der gesamte Lernstoff besteht, der hat bereits den ersten wichtigen Schritt getan, indem er dem Gehirn eine überschaubare logische Struktur liefert.

Der zweite Teil ähnelt dann einem Stundenplan. Hier wird auf die Stunde genau angegeben, an welchem Wochentag zu welcher Zeit welcher Teil des Lernpaketes bearbeitet wird. Das klingt vielleicht banal, aber als Unterstützung für die Eigenmotivation ist ein solcher Stundenplan sehr hilfreich.

1. Lernpakete festlegen

Im besten Fall kann man pro Lernpaket ein festes Ziel setzen. In einer Wortgruppe oder einem Satz kann das Ziel für das komplette Lernpaket zusammengefasst werden.

Beispiele:

  • „Theorie 1 – Punkte 1-5“
  • „Römisches Reich – Republik“
  • „Buch 1 – Seite 15 bis 40“
  • „Skript Seite 1-5“

Wichtig ist, dass die Lernpakete nicht zu groß werden. Je kleiner und überschaubar, desto positiver wird sich das auf die Motivation auswirken. Auch die Übersichtlichkeit bleibt so gewahrt.

2. Aufgaben pro Lernpaket definieren

Im nächsten Schritt kann pro Lernpaket festgelegt werden, welche Unterpunkte abgearbeitet werden müssen. Das kann wirklich nach inhaltlichen Unterpunkten weiter aufgeschlüsselt werden. Alternativ kann man verschiedene Lernaufgaben pro Lernpaket festlegen. Das kann zum Beispiel so aussehen:

  1. Text lesen und Stichpunkte machen
  2. Stichpunkte weiter zusammenfassen und einprägen
  3. Sekundärliteratur pro Stichpunkt nehmen und lesen
  4. Stichpunkte + evtl Zusatzinfos aus Sekundärliteratur auf Karteikarten und zwischendurch immer wieder durchgehen

3. Zeit und Material planen

Was jetzt noch im ersten Teil des Lernplans fehlt ist eine Aufstellung der Lernmaterialien (die pro Lernpaket benötigt werden) und der geschätzten Zeit pro Lernpaket. Bei der Zeitschätzung sollte man sehr großzügig planen. Je mehr Zeit man pro Paket einplant umso besser. Es ist kein Problem, den erwarteten Zeitaufwand zu unterbieten. Probleme gibt es erst, wenn man deutlich länger braucht, als gedacht und dann doch „Mut zur Lücke“ beweisen muss, um noch einigermaßen gerüstet in die Prüfung zu gehen.

Die Planung des benötigten Lernmaterials dient nur dazu, wirklich mit dem Lernen beginnen zu können, wenn der Zeitplan es vorsieht. Es wäre schlecht, wenn die ersten Stunden dann für das Heraussuchen der passenden Literatur und sonstigen Materialien verschwendet werden.

4. Konkreter Stundenplan

Im letzten Schritt wurde genau geplant, wieviel Stunden insgesamt für ein Lernpakte aufgewendet werden müssen. Diese Stunden gilt es jetzt in einem Wochenplan unterzubringen. Wer ein nebenberufliches Studium oder Fernstudium absolviert, der muss die Zeit natürlich am Feierabend oder Wochenende einplanen. Zuviel Zeit am Stück sollte dabei nicht für ein Lernpaket aufgewendet werden. Das Lernen wird so ineffektiv, da die Aufmerksamkeitsleistung schnell abnimmt.

Idealerweise wird pro Tag ein Zeitraum von 2 Stunden am Feierabend eingeplant. Das wären dann Montag 2 Stunden für Lernpaket 1, Dienstag 2 Stunden für Paket 2 …. Am Wochenende können prinzipiell mehr Stundne eingeplant werden. Wichtig ist, dass man hier Pausen zwischen den Lerneinheiten plant und dann mit einem anderen Lernpaket, dass sich thematisch möglichst stark unterscheidet, weitermacht. Es geht hier einfach darum, die Spannung durch thematische Abwechslung hochzuhalten. Die Lernleistung sollte dadurch positiv beeinflusst werden.

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