Praktikumsbericht im Masterstudium

So mancher Masterstudiengang sieht in der Studienordnung ein verpflichtendes Praktikum vor. Zeit und Einsatzbereiche können dabei variieren. In aller Regel wird aber ein Praktikumsbericht verlangt, um den endgültigen Leistungsnachweis zu erbringen und auch einen Schein bzw. die erforderlichen Credits zu bekommen. Das grundsätzliche Ziel besteht dabei auch in der eigenen Reflektion des absolvierten Praktikums. Es geht aber nicht nur darum, einfach nur zusammenzufassen, welche Aufgaben man im Praktikum zu erfüllen hatte. Vielmehr soll eine damit verbundene wissenschftliche Fragestellung behandelt werden.

Ziele des Praktikumsberichts:

  • Erfahrungen reflektieren
  • wissenschaftlich mit dem Praxisfeld befassen
  • Verknüpfung von Theorie und Praxis

Wie bei jeder Hausarbeit, Seminararbeit oder sonstiger Schreibarbeit im Rahmen des Studiums müssen auch beim Praktikumsbericht die Regeln des wissenschaftlichen Arbeitens beachtet werden. Je nachdem, an welcher Hochschule man studiert, wird es dort entsprechende Vorgaben in dieser Hinsicht geben. Typische Vorgaben für wissenschaftliche Arbeiten sind zum Beispiel:

  • Vorgaben zur Schriftgröße
  • Vorgaben zur Schriftart
  • Vorgaben zu Seitenabständen
  • Seitenzahl
  • Zitationsregeln
  • Quellnachweis
  • Gestaltung des Deckblattes

Formaler Aufbau

Auch hier können die formalen Regeln zum Aufbau des Berichtes von Hochschule zu Hochschule, ja sogar von Fakultät zu Fakultät unterschiedlich sein. Es gibt einen groben Plan, an den man sich halten kann.

Aufbau Praktikumsbericht:

  • Deckblatt
  • Hier kommen Informationen, wie der Verfasser (Matrikelnummer, Fächerkombi…), die Hochschule, Fachbereich usw. rein. Dazu wird der Betreuer der Arbeit genannt (in aller Regel ein Professor des Lehrstuhls). Weiterhin werden hier Informationen zum Praktikum untergebracht (z.B. Firma, Zeitraum und Thema des Berichtes).

  • Inhaltsverzeichnis
  • Die Gliederung der Arbeit sollte hier logisch wiedergegeben werden. Generell ist es wichtig, nicht zu viele Ebenen in den Unterpunkten zu verwenden, das es sonst unübersichtlich wird. Auch die Seitenzahlen und Kapitelüberschriften werden hier aufgeführt.

  • Einleitung
  • Hier wird auf das Thema hingeführt. Dafür wird zunächst die Einrichtung beschrieben, in der das Praktikum absolviert wurde. Zentrale Fragen befassen sich zum Beispiel mit der Motivation für einen Einsatz in diesem Praxisbereich, mit den Tätigkeiten, die während des Praktikums durchgeführt wurden und mit der Entwicklung der wissenschaftlichen Fragestellung, die im Bericht bearbeitet werden soll.

  • Tätigkeiten
  • Unter Umständen werden die Tätigkeiten während des Praktikums noch einmal in einem separaten Abschnitt ausführlich beschrieben.

  • Hauptteil
  • Der Hauptteil soll Theorie und Praxis zusammenführen. Dabei wird zunächst genau besprochen, wie das gewählte theoretische Konstrukt genau aussieht. Dann erfolgt eine Betrachtung der praktischen Gegebenheiten, wie man sie vor Ort beobachten konnte. Dann soll anhand dieser Grundlagen reflektiert werden, wie Theorie und Praxis am konkreten Beispiel zusammenwirken, wo es starke Abweichungen und Probleme gibt und was die Gründe dafür sein könnten. Die Erkenntnisse, die hier beschrieben werden, sind die eigentliche Essenz des Praktikumsberichts.

  • Fazit
  • Zu guter Letzt folgt eine Zusammenfassung und eine persönliche Schlussbetrachtung. Fragestellungen, die in der Einleitung aufgestellt wurden, können nun wieder aufgegriffen und resümiert werden.

  • Literatur
  • Die verwendete Literatur muss auch hier nach den Regeln des Wissenschaftlichen Arbeitens aufgeführt werden.

  • Anhang
  • Je nach Hochschule werden unterschiedliche Materialien im Anhang mitgeliefert. Sinnvoll ist sicherlich eine unterschrieben Praktikumsbescheinigung vom Unternehmen / der Institution, wo selbiges abgeleistet wurde. Auch denkbar ist eine Erkärung, dass der Praktikumsbericht eigenständig verfasst wurde.

Weitere Infos zum Studium:

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