Pflegedienstleistung Weiterbildung

Karriere in der Pflegebranche

Der Pflegebereich ist einer der am schnellsten wachsenden Geschäftsbereiche, denn die Gesellschaft wird immer älter. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, das Fachkräfte in jeder Ausprägung gesucht werden. In den letzten Jahren hat sich im Bereich der Weiterbildungen ein wahrer Boom im Pflegesektor entwickelt, denn unzählige Menschen erkennen ihr Chancen und wollen hier mit einer guten Position Fuß fassen.

Inhaltsverzeichnis:

Was ist eine Weiterbildung im Bereich der Pflege?

Wer die Bezeichnung staatlich geprüfter Pfleger/in tragen darf, der hat im Grunde die Freie Wahl, in welches Berufsfeld er einsteigen möchte. Es gibt unzählige Fachausbildungen die noch im Anschluss oder gleichzeitig mit der Weiterbildung durchgeführt werden können. Im Speziellen lassen sich hier viele zum Alten- oder Krankenpfleger ausbilden, denn besonders in diesen Berufszweigen herrscht arger Mangel und auch die Bezahlungen steigen aufgrund der Nachfrage nach Fachpersonal weiter an.

Für wen eignet sich eine solche Weiterbildung?

Das Interesse an Menschen ist der maßgebliche Faktor, der hier im Raum steht. Ohne dieses muss über eine solche Weiterbildung überhaupt nicht nachgedacht werden. Zudem muss die betreffende Person schon starke Nerven haben, denn nicht immer ist der Alltag nur von schönen Dingen geprägt. Dennoch gibt es einige fachliche und auch gesetzliche Bestimmungen, die hier unbedingt erfüllt sein müssen, bevor man Zugang zu einer solchen Weiterbildung erhält.

So muss in der Regel ein Auszug aus dem Bundeszentralregister vorgelegt werden, der nachweist, dass keine Straftaten begangen wurden. Auch ein gesundheitliches Attest, welches zu Eignung befähigt ist Pflicht, wobei aus diesem hervorgehen muss, dass keine chronischen ansteckenden Krankheiten wie etwa Hepatitis vorhanden sind.

Hinweis:
In der Regel reicht ansonsten die mittlere Reife aus, um an der Weiterbildung teilnehmen zu können allerdings sollten drei Jahre Berufserfahrung in einem angrenzenden Berufsfeld nicht fehlen. Wer nur einen Hauptschulabschluss hat, kann mit einer fünfjährigen Berufserfahrung Zugang zur Umschulung erhalten.

Ablauf und Dauer

Der Ablauf entspricht einer Ausbildung in einem medizinischen Beruf. So wird neben Fachgebieten wie Anatomie und der Funktionsweise des menschlichen Körpers auch ein Unterricht im Bereich der medizinischen Versorgung erteilt. Es muss beispielsweise eine Prüfung in Erster Hilfe abgelegt werden, bevor man den Beruf tatsächlich ergreifen kann. Diese wird im Rahmen der Weiterbildung ebenfalls abgenommen. Zudem gehört das Setzen von Injektionen so wie der korrekte Umgang mit Kranken, pflegebedürftigen Menschen und behinderten zum Lernstoff.

Hinweis:
Die Dauer der Weiterbildung beträgt dabei drei Jahre, was einer vollständigen Ausbildung in diesem Beruf entspricht. Diese Zeitspanne kann maximal auf 48 Monate verlängert werden, wenn die Weiterbildung nur in Teilzeit erfolgt. Auch bei einem Fernstudium kann diese Dauer in der Regel angesetzt werden.

Wo und wann kann eine entsprechende Weiterbildung durchgeführt werden?

Die Weiterbildung wird im Grunde von allen staatlichen Fachschulen angeboten. Allerdings bieten auch diverse Kliniken Zugang zu diesem Berufsfeld, denn hier werden Weiterbildungen überbetrieblich organisiert, wobei im Nachhinein nicht selten eine feste Anstellung im Raum steht. Die Kurse beginnen dabei über das ganze Jahr verteilt und werden vornehmlich nach der Anzahl der Teilnehmer ausgerichtet.

Hinweis:
Bei einem Fernstudium ist der Einstieg jederzeit möglich, allerdings muss in diesem Zusammenhang klar sein, dass ein hohes Maß an Präsenzstunden abzuleisten ist. Diese müssen stets vor Ort besucht werden, wobei die Fehlzeiten hier nicht zu hoch ausfallen dürfen. Dies könnte zur Disqualifikation für die Prüfung führen.

Wie erhält man die Lernmaterialen?

Die Lernmaterialien werden umfassend von den jeweiligen Bildungseinrichtungen gestellt. Lediglich bei überbetrieblichen Weiterbildungen muss ein großer Teil der Dokumente selbstständig beschafft oder direkt von der Klinik erworben werden. Bei den Fachschulen fällt allerdings auch eine Leihgebühr an, denn in der Regel sind die Materialen nach dem Kurs zurückzugeben.

Hinweis:
Bei Fernstudiengängen wird heute sehr stark auf Online-Plattformen gesetzt, um den Zugang zu entsprechenden Unterrichtmaterialen für alle gleichermaßen zu gewährleisten.

Gibt es eine Regelzeit für die Weiterbildung?

Die Regelzeit für die Weiterbildung beträgt drei Jahre. Darüber hinaus kann dieser verlängert werden, wenn die Weiterbildung in Teilzeit erfolgt. Allerdings ist bei 48 Monaten eine Grenze gesetzt, die nicht überschritten werden kann. Hier muss dann zwangsläufig die Prüfung abgelegt werden, wenn die Weiterbildung erfolgreich beendet werden soll.

Anerkennung und Vergleich zum Studium

Ein Studium der Pflege hat sehr große Ähnlichkeit mit einem Medizinstudium, wenngleich die Inhalte Weitem noch nicht so differenziert sind. Zudem werden in der Regel keine Sezierarbeiten am Menschen durchgeführt, sodass dieser Werdegang für einen ärztlichen Beruf nicht geeignet ist.

Hinweis:
Ein Studium ermöglich aber recht schnell den Zugang zu höheren Positionen, denn die Ausbildungsinhalte sind deutlich umfangreicher. Denn ist eine Weiterbildung in vollen Maße anerkannt, sodass sich ein Absolvent mit diesem Abschluss auch im Ausland ohne Probleme bewerben kann.

Kosten und Finanzierung

Die Kosten für eine Weiterbildung belaufen sich im Durchschnitt auf 4.800 Euro, wobei in diesem Wert noch nicht das Lernmaterial eingerechnet ist. Dieses schlägt mit rund weiteren 350 Euro zu Buche. Für die letztliche Abschlussprüfung muss zudem eine Gebühr von rund 600 Euro aufgebracht werden. Nicht vergessen werden dürfen dabei die Kosten, die für eine Fahrt und eventuelle Übernachtung im Rahmen der Präsenzstunden anfallen, sollte die Weiterbildung als Fernstudium durchgeführt werden.

Die Finanzierung kann dabei aber sehr leicht über die Bundesagentur für Arbeit erfolgen, die hier gerne einen Bildungsgutschein erteilt. Zudem legen einem auch die BAföG-Stellen kaum Steine in den Weg, sofern eine fachliche Eignung nachgewiesen werden kann. Letztlich bleibt hier auch noch der Studienkredit, bei dem vor allem, die laufenden Zinsen im Auge behalten werden müssen.

Hinweis:
Überbetriebliche Weiterbildungen können sogar kostenlos sein, sofern die jeweilige Einrichtung ein berechtigtes Interesse an der Schulung der neuen Fachkräfte hat. Dann werden die Kosten meist vollständig von ihnen übernommen.

Kann eine Weiterbildung in Teilzeit erfolgen?

Eine Weiterbildung in Teilzeit ist möglich aber kann nicht angertaten werden. Der Umfang der Weiterbildung ist derart groß, dass dauernde Freistellungen und ein erheblicher Zeitaufwand für das lernen, die Angelegenheit deutlich verkomplizieren würde.

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