Logistik Weiterbildung

Karriere in einer Boombranche

Logistik ist in der heutigen Gesellschaft von essenzieller Bedeutung. Ohne diese würden Pakete und Lieferungen niemals ankommen und der internationale Handel nicht funktionieren. Selbst im kleinen Bereich ist eine Organisation der Abläufe von entscheidender Bedeutung. Daher kann eine Weiterbildung im Bereich Logistik sehr gute Zukunftschancen mit sich bringen.

Inhaltsverzeichnis:

Für wen eignet sich diese Weiterbildung?

Wer ein hohes Maß an Ordnungssinn besitzt und zudem gut organisieren kann, ist im Bereich der Logistik hervorragend aufgehoben. Allerdings reicht das reine Interesse und die Fähigkeiten, die man sich selbst erworben hat auch hier nicht aus, um eine Weiterbildung in diesem Bereich zu beginnen. Gefordert wird in der Regel die mittlere Reife, wobei je nach angestrebter Fachausbildung auch durchaus die Hochschulreife relevant sein kann. Zudem muss eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem themenverwandten Arbeitsfeld bestehen. Ist die nicht der Fall, kann auch ein Einstieg über eine langjährige Berufserfahrung – mindestens 3,5 Jahre – einem entsprechenden Arbeitsfeld als Qualifikation angesehen werden.

Hinweis:
Alternativ – was sich besonders für Quereinsteiger anbietet – sollte zumindest irgendeine Berufsausbildung vorliegen, die im Transport oder Versandwesen angesiedelt ist.

Ablauf und Dauer der Weiterbildung

Die genaue Berufsbezeichnung lautet Logistikmeister, wobei aber auch häufig vom Fachmann für Logistik die Rede ist. Letztere bedarf nicht unbedingt einer Prüfung durch die IHK, bietet aber nicht die gleichen Aufstiegschancen wie ein Meistertitel. Themenschwerpunkte sind dabei Logistikkonzepte und Prozesssteuerung sowie das Qualitätsmanagement, das Personalwesen und der Umwelt- und Arbeitsschutz.

Auch andere Fächer wie Deutsch, vor allem Englisch und Mathematik gehören zum Kern jeder Weiterbildung im Bereich Logistik. Auch ein gewisses Maß an technischem Verständnis wird vorausgesetzt, denn auch automatische Prozesse und deren Strukturen werden unterrichtet.

Der Abschluss erfolgt dann entweder durch das ausgestellte Zertifikat der Fachschule, die dann als Fachmann für Logistik verlassen wird oder aber als Logistikmeister mit geprüftem Abschluss durch die IHK.

Hinweis:
Die Weiterbildung dauert dabei 18 bis 36 Monate, wobei dies stark davon abhängt, ob diese im Nebenberuf oder in Vollzeit ausgeübt wird. 36 Monate kommen meist dann zustande, wenn auch noch eine entsprechende Fachausbildung durchgeführt werden soll. Hier müssen aber zusätzliche Qualifikationen geprüft werden. Wer die volle Ausbildungsdauer in Anspruch nimmt, kann am Ende als Logistikmeister die Prüfung ablegen und ist somit auch dazu berechtigt, als Lehrkraft in diesem Bereich tätig zu werden.

Wo und wann kann die Weiterbildung durchgeführt werden?

Die Weiterbildung wird in der Regel an allen staatlichen Fachschulen für Wirtschaft und Technik angeboten. Die Termine fallen unregelmäßig und richten sich in diesem Bereich eher nach der Anzahl der Teilnehmer. Bei einem Fernstudium kann jederzeit mit der Weiterbildung begonnen werden. Es sollte aber eingeplant werden, dass die Prüfung der Voraussetzungen ein gewisses Maß an zeit in Anspruch nehmen kann.

Wo erhält man die notwendigen Lernmaterialen?

Die Lernmaterialen werden ausnahmslos durch die jeweilige Fachschule gestellt. Da es sich um einen staatlich geprüften Abschluss handelt dürfen nur entsprechend zugelassene Bücher und Hefte für diesen Zweck zum Einsatz kommen. Das Material muss allerdings in der Regel vom Anbieter gekauft werden, sodass hier zusätzliche Kosten entstehen. Auch bei den Fernstudiengängen sieht es nicht anders aus, wenngleich das Lernmaterial auch online abgerufen werden kann. Hier muss dann meist ein zusätzlicher kostenpflichtiger Serverzugriff erworben werden.

Gibt es eine Regelzeit für die Weiterbildung?

Die maximale Zeit für die Weiterbildung beträgt stets 36 Monate. Die Lerninhalte sind so angelegt, dass in dieser Zeit die Meisterprüfung abgelegt werden kann. Verlängerungen gibt es in der Regel nicht, es sei denn es wurde eine Studienpause eingelegt oder der Teilnehmer war durch eine lang anhaltende Krankheit verhindert. Die Regelzeit beläuft sich durchschnittlich auf 18 bis 22 Monate, wobei hier entsprechende Fachausbildungen berücksichtigt werden müssen.

Anerkennung und Vergleich zum Studium

Die Weiterbildung zum Fachmann für Logistik oder zum Logistikmeister genießt eine hohe Anerkennung und wird auch im Ausland akzeptiert. Im Gegensatz zu einem Studium der Logistik, mit dem auch höhere Positionen bekleidet werden können die im Bereich staatlicher oder zwischenstaatlicher Aktivitäten liegen, ist eine solche Laufbahn mit einem Logistikmeister natürlich nicht möglich. Allerdings können rund 90 Prozent aller Berufe in diesem Arbeitsfeld mit diesem Abschluss erreicht werden.

Kosten und Finanzierung

Die Kosten für eine entsprechende Weiterbildung belaufen sich im Durchschnitt auf 4.500 Euro für den gesamten Kurs. Hinzu kommen noch rund 600 Euro Prüfungsgebühren, die beim Ablegen der IHK Prüfung gezahlt werden müssen. Ebenfalls nicht eingeschlossen sind die Gebühren für das Lernmaterial, welche noch einmal mit rund 350 Euro berechnet werden müssen.

Hinweis:
Somit kann es sinnvoll sein, sich um einen Studienkredit zu bemühen, wenn man nicht staatliche Anträge stellen möchte. Andernfalls ist auch ein Antrag bei den BAföG-Stellen möglich, die in der Regel eine gewisse Unterstützung bewilligen. Letztlich kann auch ein Bildungsgutschein von der Bundesagentur für Arbeit beantragt werden, wobei hier aber stets die entsprechenden Kenntnisse nachgewiesen werden müssen.

Kann die Weiterbildung auch im Nebenberuf erfolgen?

Grundsätzlich kann eine Weiterbildung im Bereich Logistik auch nebenberuflich erfolgen. Es gilt aber, darauf zu achten, dass die Regelzeit in keinem Fall überschritten werden darf. Daher ist eine genaue Zeiteinteilung auch für die Präsenzstunden das A und O.

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