Mechatronik Weiterbildung

Ein vielseitiger Beruf

Eine Weiterbildung zum Mechatroniker ist heute in speziellen Fällen von besonderem Vorteil. Bei den aktuellen Fahrzeugen auf unseren Straßen handelt es sich praktisch um fahrende Computer. Daher benötigen sie völlig andere Fachkräfte zur Wartung, als dies bei früheren Automodellen der Fall war. Somit ist gerade in Betrieben die unter anderem eigene Fuhrparks unterhalten die Nachfrage nach entsprechenden Angestellten recht hoch.

Inhaltsverzeichnis:

Für wen eignet sich eine solche Weiterbildung?

Wer sich für eine Weiterbildung zum Mechatroniker entscheidet, der sollte natürlich eine entsprechende Affinität zu Fahrzeugen haben. Zudem sollte das notwendige Interesse an Technik nicht fehlen.

Hinweis:
Dabei sind die Zugangskriterien für diese Weiterbildung recht simpel, es genügt in der Regel ein Hauptschulabschluss, wobei als Alternative auch eine mehrjährige Berufserfahrung in einem entsprechenden Arbeitsfeld nachgewiesen werden kann. Praktisch ist hier, wenn man zuvor in einem Elektro- oder Metallbau-Beruf gearbeitet hat.

Ablauf und Dauer der Weiterbildung

Neben der standardmäßigen Ausbildung zum Kfz-Mechaniker fließen heute auch viele weitere Inhalte in die Weiterbildung ein. So ist zum Beispiel die Benutzung von CAD-Programmen ein wesentlicher Bestandteil der meisten Lehrgänge. Neben allen technischen Aspekten wie Physik und Metallbau, werden auch Fächer wie Mathematik, Englisch und Deutschunterrichtet. Am Ende steht dann eine Prüfung durch eine staatlich anerkannte Organisation wie der IHK. Wird die Prüfung erfolgreich bestanden, dann darf der Weiterzubildende die Berufsbezeichnung staatlich geprüfter Mechatroniker führen.

Hinweis:
Die Ausbildung dauert dabei 30 bis 42 Monate, wobei dies aber Abhängig davon ist, ob noch zusätzliche Fachausbildungen durchgeführt werden sollen. Allerdings ist für einige dieser Ausbildungen die Fachhochschulreife erforderlich, sodass nicht jeder die entsprechenden Wege beschreiten kann. In der Regel ist eine entsprechende Weiterbildung innerhalb von 32 Monaten beendet.

Wo und wann finden entsprechende Weiterbildungen statt?

Die Weiterbildung zum Mechatroniker kann an allen technischen Fachschulen durchgeführt werden. Die Kurse hierzu starten je nach Teilnehmerzahl über das Jahr verteilt hinweg. Eine andere Möglichkeit besteht in einem Fernstudium, wobei völlig frei entschieden werden kann, wann man dieses beginnen möchte. Einzige Ausnahme sind hier die unvermeidlichen Präsenzstunden, in denen praktischer Unterricht erteilt wird. Die Termine hierzu und die Orte werden vom Anbieter meist schon zu Beginn der Weiterbildung bekannt gegeben.

Wie erhält man die Lernmaterialen?

Die Lernmaterialen können in den meisten Fällen von den jeweiligen Einrichtungen bezogen werden. Hier kann aber eine Leihgebühr fällig werden. Einige Institute verweisen konkret darauf, dass die entsprechenden Bücher selbstständig erworben werden müssen, wobei dann als Referenz entsprechende Werke angegeben werden. Dies ist besonders bei Fernstudiengängen der Fall. Hier wird das Material zum Teil über kostenpflichtige Online-Plattformen angeboten.

Hinweis:
Auf der anderen Seite können die Bücher auch zugesandt werden, wenn diese im Gesamtpreis mit enthalten sind. Alternative werden auch hier häufig Referenzlisten mit den passenden Titeln übersandt, die dann separat erworben werden müssen.

Gibt es eine Regelzeit für die Weiterbildung?

32 Monate sind der normale Standard, wobei je nach Qualifikationsgang auch 42 Monate durchaus vorkommen können. Auch bei Fernstudiengängen, die im Nebenberuf ausgeübt werden, kann die Weiterbildungsdauer sich entsprechend verlängern. Allerdings sollte in diesem Zusammenhang bedacht werden, dass nicht jede Finanzierung auch über einen entsprechenden Zeitraum hinweg läuft. Nach 42 Monaten ist aber endgültig Schluss. Hier muss dann zwangsläufig die Prüfung abgelegt oder aber die Weiterbildung abgebrochen werden.

Anerkennung und Vergleich zum Studium

Mit einem echten Studium zum Mechatroniker stehen einem noch viel mehr Möglichkeiten offen. So kann hier auch ein Ingenieurberuf ergriffen werden. Allerdings steht eine Weiterbildung der normalen Berufsausbildung in nichts nach. Der Abschluss ist auch in Europa anerkannt und dass zumindest in jedem Land der EU ein entsprechender Beruf mit ihm ergriffen werden kann.

Hinweis:
Allerdings verhält es sich hier so, dass in anderen Ländern entsprechende Nachprüfungen erfolgen können, denn die technischen Standards unterscheiden sich in einigen Regionen doch von denen vor Ort.

Kosten und Finanzierung

Die Kosten für eine Weiterbildung zum Mechatroniker belaufen sich auf rund 3.200 Euro wobei diese bei einem Fernstudium durchaus günstiger ausfallen können. Hier müssen dann etwa 2.800 Euro eingeplant werden. Wenn dann noch eine günstige Bezugsquelle für Lernmaterial gegeben ist, kann noch weiter gespart werden.

Die Kosten werden meist auch von der Bundesagentur für Arbeit im Rahmen eines Bildungsgutscheins übernommen, wenn eine entsprechende fachliche Eignung im Vorfeld nachgewiesen werden kann. Auch die BAföG-Stellen sind häufig bereit einen Zuschuss zur Ausbildung zu leisten. Letztlich kommt noch ein Studienkredit in Frage, wobei bei diesem aber auf die Konditionen und die Altersgrenzen geachtet werden sollte.

Kann die Weiterbildung nebenberuflich erfolgen?

Die Weiterbildung zum Mechatroniker kann auch im Nebenberuf erfolgen. Allerdings sollte man sich gewisse Zeitspannen zum Lernen einplanen und auch die Termine für die Präsenzstunden zeitig mit dem Arbeitgeber absprechen. Zudem kann hierfür von diesem eine Genehmigung erforderlich sein, wenn durch die Weiterbildung Arbeitsstunden ausfallen. Daher sollten die entsprechenden Sachverhalte schon vor dem Abschluss eines Weiterbildungsvertrages geklärt werden.

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