Was soll ich bloß studieren?

Nachdem sie das Abitur oder Fachabitur erfolgreich bestanden hat, stehen viele Heranwachsende vor der Frage nach der Weiterbildung: Was soll ich studieren und wo mache ich das am besten? Längst nicht jeder hat im Laufe seiner Schulzeit für sich das passende Metier gefunden und auch Schulpraktika geben oft nur wenig Aufschluss.

Für eine tiefer greifende Einsicht sind Praktika während der Schulzeit meist zu kurz oder man merkt an deren Ende, dass man noch nicht das Nonplusultra für sich entdeckt hat. All dies ist jedoch kein Beinbruch: Auch wenn der Leistungsdruck immer höher wird, so wissen die meisten mit 18 oder 19 Jahren noch nicht, wohin es sie beruflich führen soll. Daher ist es empfehlenswert, sich darüber in Ruhe klar zu werden – schließlich wird man jahrelang im gewählten Bereich arbeiten. Doch wie findet man für sich das passende Berufsfeld? Viele richten sich nach dem Rat ihrer Eltern oder machen einfach das gleiche wie diese, selbst wenn es ihnen eigentlich keinen Spaß bereitet. Andere verlassen sich auf ihre Eingebung oder ziehen bisweilen eine spirituelle Lebensberatung bei Anbietern wie zum Beispiel noeastro.de vor. Um die Selbstfindung einfacher zu gestalten, geben wir hier ein paar Denkanstöße, die Unentschlossene vielleicht ans Ziel bringen.

Sich seiner Vorlieben klar werden

Um sich nicht blindlings in ein Studium zu stürzen, ist es wichtig herauszufinden, wo die persönlichen Vorlieben und Talente liegen. Wofür eigne ich mich, was kann ich besonders gut? Wenn mir Zahlen liegen und ich ein mathematisches oder technisches Verständnis habe, wären vielleicht Studiengänge im Bereich der Naturwissenschaften etwas für mich: Mathematik, Physik oder etwas Technisches. Faszinieren mich zudem Organismen und Formeln, so mögen Chemie, Biologie oder verwandte Studiengänge infrage kommen. Man sollte sich also grundlegende Gedanken über seine Eignungen und Interessen machen, seien es Sprachen, Literatur, Mechanik, o.ä. Sobald man sich dieser bewusst wird, fällt es leichter den Radius des Möglichen zu verkleinern. Dafür gibt es auch Tests im Internet, wie etwa diesen hier von Spiegel Online.

Zeit sinnvoll überbrücken

Wenn man merkt, dass man noch ein wenig Zeit braucht, um sich entscheiden zu können, so sollte man diese nicht sinnlos verstreichen lassen. Auch hier gibt es denkbare Lösungen.

  • Freiwilligendienst: Im Bereich des sozialen Freiwilligendienstes ist das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) vermutlich das bekannteste. Davon gibt es verschiedene Formen wie das Freiwillige Ökologische Jahr, das Freiwillige Soziale Jahr in der Denkmalpflege, das FSJ Kultur, Sport, Politik oder das FSJ im sozialen Bereich. Daraus ergeben sich mannigfaltige Möglichkeiten, in verschiedensten Einrichtungen tätig zu sein. Ein FSJ dauert mindestens 6 und höchstens 18 Monate und man erhält ein Taschengeld. Zudem macht es sich gut im Lebenslauf.
  • Praktika: Ebenfalls sinnvoll sind Praktika. Dadurch kann man prima in verschiedene Bereiche reinschnuppern und erhält je nach Betrieb sogar eine Vergütung.
  • Volontariat: Als Volontär wird man wesentlich intensiver und länger in einen Bereich eingearbeitet und erhält ein höheres Gehalt. Es ist im Prinzip eine nicht staatlich geregelte Lehre.
  • Auslandsaufenthalt: Die beliebteste Form des Auslandsaufenthaltes ist das Au-pair – vor allem bei jungen Frauen. Daneben gibt es noch andere Formen der Aufenthalte, bspw. lassen sich auch Praktika oder FSJ im Ausland absolvieren.

Eine Ausbildung voranstellen

Wenn man weiß, was man will und kann, aber sich noch nicht ganz sicher ist, welchen Studiengang man wählen soll, ist es eventuell ratsam, seinem Studium eine Berufsausbildung voranzustellen. Viele Arbeitgeber schätzen es, wenn ein Hochschulabsolvent zuvor bereits eine Ausbildung gemacht hat, sodass dieser bereits praktische und berufliche Erfahrung vorweisen kann. Zudem kann man sich in der Zeit der Lehre über den genauen Studiengang bewusst werden, falls es mehrere Teilbereiche gibt. Beispielsweise kann man eine Ausbildung zum Chemisch-Technischen Assistenten machen und ist sich anschließend darüber im Klaren, ob man lieber Chemie, Biochemie, Lebensmittelchemie, Wirtschaftschemie, o.ä. studieren will.

All diese Anreize, Denkanstöße und Informationen dienen zur allgemeinen Orientierung und sollen die Entscheidung zur Studienwahl erleichtern. Mit diesem Vorwissen fühlt sich manch einer vielleicht entlastet und kann entspannter in die Zukunft blicken.

Humboldt-Universität

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